BERGRETTUNG KÖTSCHACH-MAUTHEN

    Home Nach oben VGL 2008

 

Rückblick 2005

November 2005:
Neuer Klettergarten am Plöckenpass - "1914-1918 Anno Schnee 2005" - errichtet von Reinhard Ranner

Reinhard Ranner hat heuer am Plöckenpass einen neuen Klettergarten eingerichtet. Somit wird das Klettereldorado rund um den Plöckenpass um einige schöne Routen wieder erweitert.

Topo - Stand November 2005

15. - 16. Oktober 2005:
"Herbstausflug - schön und erkenntnisreich" - ein Bericht von Bernd Eder

Am 15. Oktober haben wir uns im Rahmen unseres Sommerausflug 2006 in Richtung Adria (Großraum Triest) begeben - was uns dort erwartete, war neben äußerst angenehmen äußeren Verhältnissen und netten Klettergärten auch eine weitere wichtige Erkenntnis - lest selbst…
Nach der rund 2 1/2-stündigen Anreise - in der die letzte 1/2 Stunde für die Beschaffung von Proviant aufgeht - starten wir das Kletterwochenende im Klettergarten von Prosecco. Das Ambiente, in dem wir uns bewegen, ist herrlich. Wir genießen den wunderschönen Blick über den Hafen von Triest. Ob dies der einzige Grund ist hier zu klettern - die Routen sind kurz, teilweise gewöhnungbedürftig und schon recht glatt - wird von uns heftig diskutiert. Als wir am Ende des Nachmittags in Richtung Triest aufbrechen, sind wir uns jedoch einig, dass der Klettergarten einen Besuch wert war.
Triest selbst nutzen wir nur für einen kurzen Stadtbummel bevor wir weiter in Richtung Muggia fahren, wo wir unser Quartier für die Nacht beziehen. Da die äußeren Verhältnisse optimal sind, entschließen wir uns kurzerhand vor dem Start des Abendprogramms noch den Klettergarten „Val Rosandra“, den wir am nächsten Tag besuchen wollen, zu inspizieren. Der Großteil von uns wägt auch gleich die ersten Züge in den ebenfalls eher kürzeren Routen - als der Abend hereinbricht und wir unsere Seile einpacken, gibt es ein Hauptdiskussionsthema - die eigentümliche Auslegung der UIAA-Skala die in teilweise stark überbewerteten Routen ihren Niederschlag findet.
Das Abendprogramm selbst trennt die Spreu vom Weizen - jene, die bis zum bitteren Ende bleiben und sich sogar entschließen, den schon angetretenen Heimweg auf den letzten Metern zu unterbrechen und "auf ein Weiteres" in die Stadt zurück zu wanken sind es auch, die am folgenden Tag die frühe Heimreise antreten, um sich am Strand von Grado von den Strapazen zu erholen. Die restliche Truppe - etwas ausgeschlafener und fitter - nützt den Tag für interessante Züge im kleinen aber feinen Klettergarten bei sommerlichen Verhältnissen. Die folgende Heimreise unterbrechen wir noch für einen kurzen Zwischenstopp am Plöckenpass, wo wir in vertrauter Atmosphäre das Wochenende ausklingen lassen.
Unser Dank gebührt wie immer unserem Kassier, der uns mit ausreichendem Rückhalt in die Ferne geschickt hat. Rückblickend kann man von einem gelungen und angenehmen Kletterwochenende sprechen, wenngleich sich im Rahmen der Nachbesprechung eines herauskristallisiert: Die Klettergärten konnten trotz Meerblick & Italo-Ambiente nicht mit der Qualität der unseren Mithalten - unsere Ansprüche wurden - was das Klettern betrifft - nicht voll erfüllt. Im nächsten Jahr könnte unser Kletterausflug sogar mal wieder ein Kletter-Heimspiel werden, getreu dem Motto: "Warum in die Ferne schweifen, sieh' das Gute liegt so nah"…

24. September 2005:
Jahreshauptversammlung in Heiligenblut

Auszeichnungen für Mitglieder der Ortsstelle Kötschach-Mauthen

11. September 2005:
55 Jahre Gipfelkreuz am Polinik....... - ein Bericht von Bernd Eder

Im Jahre 1950 erbauten Mauthner Kriegsheimkehrer das Gipfelkreuz am Polinik als Symbol des Friedens. Initiatoren waren damals unter anderem Gressel Fritz, Kostner Hermann, Durchner Leopold, Ranner Alois, Wurzer Hans und viele mehr. Seit dem Jahr 1975 steht das Gipfelkreuz unter der Patronanz unserer Ortstelle. Als Schutzherren des Kreuzes sind wir es auch, die alle 5 Jahre am Hausberg der Kötschach-Mauthner zum Gedächtnis an die Kriegheimkehrer einladen.
Am 11. September haben wir anlässlich des 55. Jahrestages der Gipfelkreuzerrichtung zur Sternwanderung mit anschließender Gipfelmesse gerufen und rund 150 Freunde und Gäste sind trotz widriger Wetterverhältnisse unserer Einladung gefolgt – zurecht, den die Mühen des Aufstieges wurden mit einem würdigen Programm belohnt.
Der Festakt wurde eröffnet von der Trachtenkapelle Mauthen, die es sich seit 1950 nicht nehmen lässt, die Veranstaltung musikalisch zu umrahmen. Danach folgten die Eröffnungsrede durch unseren Ortsstellenleiter, Roland Pranter, sowie eine Festansprache durch Ing. Carl Gressel. Das Hochamt (im wahrsten Sinne des Wortes!) wurde durch Pater Gerfried zelebriert. Zwei weitere Märsche der Trachtenkapelle Mauthen beendeten das Festprogramm.
Zeitgleich mit dem Ende des offiziellen Festprogramms am Gipfel öffnete der Himmel seine Schleusen. Der Abstieg zum Plöckenhaus wurde begleitet von heftigem Regen. Der starke Regen führte schließlich auch zur Absage des geplanten Frühschoppens. Viele ließen es sich trotzdem nicht nehmen im Plöckenhaus einzukehren wo sie wie immer ausgezeichnet bewirtet wurden.
Fest steht, dass wir zum 55-Jahr-Jubiläum des Gipfelkreuzes nicht gerade vom Wetterglück verfolgt wurden. Es gab keine großartige Fernsicht, wie es sie normalerweise auf dem Gipfel gibt, und keinen strahlenden Sonnenschein. Der Kern der Veranstaltung wurde aber trotzdem getroffen – das würdige Gedenken an die Idee des Kreuzes und seiner Errichter.
Unser Dank gebührt allen, die zum Gelingen der Veranstaltung ihr bestes beigetragen haben. Wir danken außerdem jenen, die mit ihrer Spende im Rahmen der Gipfelkollekte zur Renovierung und Erhaltung des Gipfelkreuzes beigetragen haben. 

30. und 31. Juli 2005:
Sommerübung 2005....... - ein Bericht von Bernd Eder

...auch in diesem Sommer ein Fixpunkt in unserem Ausbildungsplan und wie immer eine sehr gelungene Veranstaltung mit einem guten Mix zwischen lehrreichen "Theorieeinheiten", interessanten Bergungsaktionen und geselligem Beisammensein.
Am ersten Übungstag reiht sich ein Programmpunkt an den anderen. Der Tag beginnt mit dem zeitigen Aufstieg zur Wolayerseehütte. Dort gibt's Frühstück und eine grobe Koordination der folgenden Ausbildungsschritte. Im Anschluss daran referiert unser Arzt, Dr. Wibner, über Herz-Kreislauf-Vorfälle im alpinen Gelände und welchen Beitrag wir in solchen Situationen leisten können und sollen. Sein Vortrag wird unterbrochen von einer rund zweistündigen intensiven Ausbildung am Hubschrauber des Innenministeriums, die ausgezeichnet von Pilot Johann Pletzer und seinem Team geleitet wird.
Die anschließende Aktion ist gleichzeitig das Kernstück unserer heurigen Einsatzübung - die Bergung zweier Verletzter aus der Seewarte-Nordwand. Der Ablauf der Bergung wird von Einsatzleiter Gotthard Unterkreuter mit fachkundiger Unterstützung unserer Ausbildungsleiter sowie des Ortsstellenleiters bis zum erfolgreichen Abschluss des Einsatzes gut koordiniert. Wie sich bei der anschließenden Übungsbesprechung herausstellt, ist die gut organisierte und konsequente Einsatzleitung das Um und Auf bei einer derartig aufwendigen Aktion im alpinen Gelände.
Der erste Übungstag klingt mit einem gemütlichen Beisammensein auf der Wolyerseehütte aus - wahrscheinlich nicht zum ersten Mal bei derartigen Anlässen wird die Hüttenruhe bis spät in die Nacht verschoben.
Der zweite Übungstag, ursprünglich als Tourentag geplant, beginnt etwas gemächlicher. Leider sehen wir uns mit unsicheren Witterungsverhältnissen konfrontiert. Der von den Medien für diesen Tag angekündigte Wettersturz - wohl auch gepaart mit den Strapazen des vorangegangenen Übungstages und des fallweise nicht minder anstrengenden Hüttenabends - bewegt uns schließlich zum geschlossenen Rückzug und Abschluss der Übung.
Unser Dank gilt jenen, die wesentlich zum guten Gelingen der Übung beigetragen haben - unseren Ausbildungsleitern sowie dem Ortsstellenleiter, dem Hubschrauber des Innenministeriums, den Wirtsleuten der Wolayerseehütte und nicht zuletzt unserem Kassier, der sich auch diesmal nicht lumpen ließ.

03. Juli 2005:
Fredl Wiegele - Alpinistisches Urgestein feiert 80er

Seine Freunde und Kameraden wünschen ihm auf diesem Wege alles Gute mit viel Gesundheit für noch viele schöne Bergtouren und weitere Schaffenskraft im hohen Alter.

11. Juni 2005:
Sicherer Auftritt beim Sicherheitstag in Kirchbach - ein Bericht von Bernd Eder

Am Samstag, den 11. Juni wurde auf dem Sportplatz Kirchbach ein Sicherheitstag veranstaltet. Ziel dieser Veranstaltung war es, die Stärken und die Schlagkraft der einzelnen Rettungsorganisationen einem breiten Publikum zu präsentieren, einen Blick hinter die Kulissen zu vermitteln und Informationen zur Verhinderung von Unfällen weiterzugeben.
Unsere Ortsstelle hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, in der „Sektion Ost“ – dem östlichen Rand unseres Einsatzgebiets - präsent zu sein. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung war für uns eine willkommene Gelegenheit  Bewusstsein über die Einsatzstärke die Kernkompetenzen unserer Organisation zu schaffen. Ziel war es auch aufzuzeigen, wie gut wir uns in das Sicherheitskonzept unserer Region einfügen und welch wertvollen Beitrag wir in diesem Zusammenhang leisten.  Dieses Ziel konnten wir voll und ganz erreichen – die vorgeführten Rettungsaktionen und der von uns betreute Kletterturm haben sicher bleibenden Eindruck hinterlassen. Aber sehen Sie einfach selbst….

Mai 2005:
Kofler-Memorial-Lauf 2005 - "Sliwowitz Grand Prix" - ein Bericht von Alexander Gressel

Wie es schon seit über drei Jahrzehnten Tradition ist, findet kurze Zeit nach unserem Gletscherlauf bei unseren Bergrettungskameraden in Slowenien die Gegenveranstaltung dazu statt. Zum Gedenken an einen am Triglav verunglückten Bergkameraden gibt es jährlich den Kofler Memorial Lauf, bei dem für die meisten zum letzten Mal in der Wintersaison die Schi angeschnallt werden.
Mit müden Augen sitzen pünktlich um 5.00 Uhr alle acht Angemeldeten im Bus. Ausnahmsweise hat keiner etwas vergessen (zumindest nichts, was nicht noch vor der endgültigen Abfahrt beigebracht werden kann) und wir treten die ca. 2-stündige Anfahrt an.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei der Fa.  Autohaus Patterer recht herzlich bedanken, die uns als Ersatz für unseren defekten ÖBRD-Bus einen tollen Transporter zur Verfügung gestellt hat. DANKE!

Nachdem wir am Parkplatz angekommen waren, der in einem Seitental hinter Mojstrana direkt unter dem Triglav liegt, schnallten wir die Schi auf die Rucksäcke und marschierten los, ohne weit und breit noch einen Schnee zu sehen. Bei der Hütte, die 5 Minuten hinter dem Parkplatz liegt hieß es das erste Mal Pause machen. Wir wurden mit Kaffee bewirtet und einige bekamen auch schon ein Stamperl Medizin dazu. Der anschließende Anstieg wurde dann in der Hälfte von den Veranstaltern abgebrochen, da auf Grund der Schnee- und Wetterlage der Marsch bis hinauf zum Lukner-Pass sinnlos gewesen wäre. Man entschied sich dann, ein Start-Ziel-Start – Rennen auf einer der letzten Schneezungen auf Mittelzeit zu machen.
Vor der Siegerehrung gab es dann heimisches Bier mit Bohneneintopf, mit den gewonnenen Sachpreisen hatten die Frauen zu Hause auch große Freude. In der Rangliste fanden sich unsere Mannschaften leider auf den hinteren Plätzen, die einen halt zu langsam, die anderen zuuuuu schnell. Alles in allem vom sportlichen her wegen der Schneelage leider nichts besonderes, jedoch vom Kameradschaftlichen sehr hoch zu bewerten, wie wir es später noch erfahren haben!

Slowene lallend:        "Sepp,eie moratamara!" (ein Montanara)
Sepp                           "werd jo zeit, dass da teifl endlich greift" 

Nach diesem geselligen Nachmittag, an dem wir bestens bewirtet worden sind, ging es wieder voll zufrieden der Heimat zu. Wir Junge hatten endlich gelernt, warum der Lauf den Spitznamen Sliwowitz-Grand Prix hat.

Danke an die slowenischen Freunde!

2. und 3. April 2005:
DIE WUNDERVOLLE VERWANDLUNG DES WINTERS - wir sind live dabei.... (Bericht vom Winterausflug 2005 in die Kalser Gegend) - ein Bericht von Bernd Eder

Frühjahresskitouren haben einen besonderen Reiz. Auch wenn sie einem im wahrsten Sinne des Wortes den Schlaf rauben können - wir starten unser Skitourenwochenende am Samstag um 5 Uhr am Treffpunkt Rathaus Kötschach-Mauthen - ist es jedes Mal ein besonderes Erlebnis, das frühlingshafte Erwachen der Natur, das stille und heimliche Tagwerden zu erleben und dabei mit Skiern über die hartnäckigen letzten Schneefelder bergwärts zu steigen. Dieses Erlebnis zu suchen brechen wir auch an diesem Wochenende Anfang April in die Gegend rund um Kals am Glockner auf – und was wir finden werden, übertrifft all unsere Erwartungen…

Ziel des ersten Tourentages ist der Hochschober in der Schobergruppe. Als wir den Bus am Schranken der Forststraße ins Lesachtal zur Seite stellen und ausgerüstet mit Skiern, Skischuhen und großen Rucksäcken die ersten Höhenmeter der Tour durch fast schon grüne Wiesen hinter uns bringen, will keiner so Recht der Ansage des Ortsstellenleiters glauben, dass uns an diesem Tag noch feinster Pulverschnee erwarten wird. Dies ändert sich aber sehr rasch als wir höher und höher steigen und der Schnee tatsächlich immer lockerer und pulvriger wird. Die Gipfelflanke, einige hundert Meter hoch, präsentiert sich schließlich in besten, fast hochwinterlichen Verhältnissen – mit traumhaftem Pulverschnee. Am Gipfel erholen wir uns bei strahlendem Sonnenschein vom doch sehr mühevollen Aufstieg (die Pulverschneeauflage auf dem pickelharten Untergrund ist sehr rutschig und bringt so manchen zur Verzweiflung), genießen das wundervolle Panorama und stärken uns ausgiebig (Hannes, wie gewohnt ohne Verpflegung, nimmt jeden Bissen der Kameraden gerne an – nur Leo’s Kekse machen ihn stutzig: „San de von Weihnachten?“ – (Leo) „Na, oba trotzdem olt!“).

Die anschließende Abfahrt wird zum unbestrittenen Highlight des Tages. Fast mühelos gleiten wir durch traumhaften Pulverschnee ins Tal – trotz durchgängig guter Verhältnisse in diesem Winter, sicher eine der besten Abfahrten dieser Saison. Im letzten, sonnenbeschienen Drittel der Abfahrt wird der Schnee immer schwerer bis wir schließlich wieder am grünen Ausgangspunkt der Tour ankommen – von hochwinterlichen Verhältnissen keine Spur mehr, der Frühling hat wieder Besitz von uns ergriffen.

Dass wir uns den restlichen Tag mit kulinarischen Genüssen, dem einen oder anderen Bier, Kaffee und Kuchen,… vertreiben ist für unsere Ausflüge keine Besonderheit, und muss nicht in aller Breite geschildert werden. Besonders hervorgehoben werden soll an dieser Stelle aber die außerordentliche Gastfreundschaft unserer Gastgeber in der Pension „Fritz“, unserer Herberge für die kommende Nacht. Sie haben großen Anteil daran, dass wir am Abend alle gestärkt und zufrieden in unsere Betten sinken.

Der nächste Tag beginnt Früh - dem ausgiebigen Frühstück folgt eine Frühjahresskitour par exzellance. Die ersten Schritte in Richtung Ziel dieser Tour, der Grauen Scharte, führen uns durch einen engen Graben, der gleich zu Beginn mit einigen technischen Passagen aufwartet und unterschiedliche Emotionen von „taugt mir voll, so a Grobn“ bis „da drüba miaß’ma noch reden“ auslöst. Als wir den Graben hinter uns lassen und über sonnengeflutete Hänge weiter gipfelwärts ziehen, wird die Tour dann für alle zum unbestrittenen Genuss. Mit jedem Meter, den wir höher steigen, wird die Sonneneinstrahlung stärker und die pickelharte Unterlage immer „firniger“. Am Gipfel bleibt genug Zeit um das einmalige Panorama zu genießen und einige Bergsteigerkameraden zu beobachten, die auf allen Vieren den ausgesetzten Gipfelgrad absolvieren. Die ausgezeichnete Fernsicht erlaubt nochmals einen Blick auf die kilometerweit entfernte Gipfelflanke der gestrigen Tour. Wir meinen sogar die der „Adlersruhe“ am Glockner zustürmenden Massen ausmachen zu können und genießen die uns umgebende Ruhe umso mehr. Nach der ausgiebigen Gipfelrast setzen wir geschlossen zur Abfahrt an. Es scheint fast, als ob zwischen den beiden Abfahrten, jener an diesem Tag und der vom Vortag, unbemerkt mehrere Wochen an uns vorüber gezogen wären – keine Spur mehr von hochwinterlichem Pulverschnee und Kälte, dafür Sonne, Wärme und feinster Firn bis ins Tal – eine traumhafte Abfahrt und würdiger Abschluss einer traumhaften Tour, die das Prädikat „Insidertipp“ verdient.

Selbst Tage nach diesem traumhaften Wochenende bin ich noch fasziniert von den unterschiedlichen und gewaltigen Faszeten und der eindrucksvollen Verwandlung des Winters, die ich erleben durfte.

Zu danken für das gute Gelingen des Tourenwochenendes ist sicherlich Charly Lamprecht, der uns mit dem „Hochschober“ einen Geheimtipp gegeben hat, nochmals unseren Gastgebern und nicht zuletzt der Ortsstelle, die die Übernachtung gesponsort hat.

Der Frühling könnte jetzt kommen, wenn da nicht noch eine offene Rechnung mit dem heurigen Winter wäre – am 1. Mai 2005 findet der 35. Valentingletscherlauf statt, der sicher wieder mit einer eigenen und spektakulären Geschichte aufwarten wird – lasst Euch das nicht entgehen und seit dabei!

März 2005:
Runde Geburtstage in der Ortsstelle Kötschach-Mauthen

Wir gratulieren Beppo Sitar zum 70iger und Werner Holzfeind zum 60iger!

Jänner 2005:
TOLLE ERFOLGE FÜR UNSERE ORTSSTELLE IM WINTER-WETTKAMPF-TRUBEL - ein Bericht von Bernd Eder

Wie alljährlich ist auch diese Wintersaison fein gespickt mit Wettkampfveranstaltung aller Art. Bei unseren Teilnahmen an solchen Veranstaltung steht neben der Möglichkeit öffentlich präsent zu sein und Erfahrungen mit Gleichgesinnten auszutauschen natürlich die sportliche Herausforderung im Vordergrund. Wie gut unsere Kameraden in der Lage sind, diese Herausforderungen zu meistern, zeigen die untenstehenden Erfolgsstories:

Bei herrlichem Wetter und besten Schneeverhältnissen konnte am Sonntag, dem 06.02.2005 zum 11. Mal der Lesachtaler Tourenlauf in Wiesen/St. Lorenzen mit einem beachtlichen Teilnehmerfeld gestartet werden. Dabei konnten sich in der Hobbyklasse (Rennen um die Durchschnittszeit) Konrad Tillian und Gotthard Unterkreuter mit den Plätzen 2 und 3 ausgezeichnet in Szene setzen. Weitere Kameraden der Ortsstelle nahmen mit beachtlichem Erfolg teil (Details zu den Ergebnissen unter www.astc.at).

Am 12.02.2005 fand in Lainach/Mölltal die 1. Kärntner Eisklettermeisterschaft der Bergrettung statt. Diese Meisterschaft ist nicht nur ein Leistungsvergleich, sondern auch ein Treffen, das zum Erfahrungsaustausch dient. War noch am Tag des Wettkampfes von der starken Osttiroler Konkurrenz die Rede, so waren es doch unsere Eiskletterer, die die Veranstaltung mit Ihren beeindruckenden Leistungen praktisch zu Kötschacher Meisterschaften machten. Mit Herwig „Pogo“ Winkler stellten wir nicht nur den Sieger und damit „Kärntner Bergrettungsmeister“, auch die Plätze 3 (Alexander Gressel), 4 (Simon Wurzer), 5 (Stefan Obernosterer) und 6 (Roland Pranter) wurden von Wettkämpfern aus Kötschach-Mauthen erobert. Bei einem Teilnehmerfeld von ca. 40 Teilnehmern – allesamt gute Eiskletterer – eine mehr als beachtliche Leistung. (Zeitungsbericht Kleine Zeitung).

Eine ebenfalls bemerkenswerte Leistung lieferte unser Jung-Kamerad Stefan Obernosterer bei Alpe Adria Duatlon (einer Kombination aus Eisklettern und Tourenlauf) ab. Das Speed-Eisklettern auf den „Alpinen Marterpfahl“ konnte er nach Belieben dominieren (Kletterzeit 1:05,8 min). Im anschließenden Skitourenlauf, bei dem es auf einer Strecke von 9,2 km eine Höhendifferenz von 345 m zu überwinden galt, war er sehr stark und lieferte sich ein Kopf an Kopf Rennen mit dem Seriensieger vergangener Veranstaltungen – dem Osttiroler Günther Gruber. Nach dramatischem Rennverlauf (Gruber musste bei der finalen Skiabfahrt einen Stockbruch verzeichnen und war so auf den letzten Metern des Rennens gehandicapt) gingen die beiden schließlich durch eine sportliche Geste von Stefan zeitgleich über die Ziellinie.  

Wir gratulieren den Veranstaltern zu den ausgezeichneten Veranstaltungen und unseren Wettkämpfern zu Ihren herausragenden Leistungen, die ein Beweis für die Fitness und Einsatzstärke der gesamten Truppe sind.

Jänner 2005:
EINGESCHNEIT AM KARNISCHEN HAUPTKAMM - Weihnachten 2004

Es war ein nicht gerade alltäglicher Einsatz, zu dem wir in den Weihnachtstagen 2004 gerufen wurden. Nicht alltäglich war freilich auch das Tourenziel des in weiterer Folge zu Rettenden – gepaart mit einer Kombination aus Genua Tief, Höhensturm und einer gehörigen Portion an Abenteuerlust führt dies zu einem Tourenbericht, der mit gutem Gewissen als ungewöhnlich bezeichnet werden kann – aber seht selbst:

Originalbericht - hier verlassen Sie unsere Webseite!

Trotz der späteren Rechtfertigungen, war und ist es aus unserer Sicht unverantwortlich unter den geschilderten Rahmenbedingungen eine derartige Tour überhaupt ins Auge zu fassen. Das Risiko der Rettungsaktion war für alle Beteiligten nicht unerheblich und hätte durch gewissenhafte Tourenplanung vermieden werden können.

Jänner 2005:
BERICHT ZUR JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Jahreshauptversammlungen sind nüchtern betrachtet nicht mehr als ein obligatorischer Akt des Vereinslebens. In unserer Ortsstelle gelingt es zum Glück aber immer wieder aus diesem Pflichttermin eine gesellige, unterhaltsame und wie in diesem Jahr wegen der notwendigen Weichenstellungen auch ungemein spannende Veranstaltung zu machen. 

Nach einer kurzen Begrüßung startet der Abend mit den Berichten der Funktionsträger im Verein. Allen voran berichtet der Ortsstellenleiter (Roland Pranter) über die Highlights und Erfolge des abgelaufenen Jahres und vergisst dabei nicht auf Worte des Dankes an Förderer des Vereins, den öffentlichen Institutionen und den Wirtschaftstreibenden des oberen Gailtales – vor allem dankte er aber auch den Gemeinden Kötschach – Mauthen, Dellach und Kirchbach.

Einsatzleiter (Leo Jost), Ausbildungsleiter (Harry Kollmitzer vertreten durch Charly Lamprecht), Gerätewart (Gotthard Unterkreuter), San-Wart (Gernot Flaschberger) und Funkwart (Leo Jost) reüssieren die Geschehnisse des abgelaufenen Jahres aus ihrer Sicht und danken den Kameraden für den Einsatz und ihre Unterstützung. Immer wieder angesprochen wird dabei das enorme Ausmaß an Einsatz- und Ausbildungsstunden, das im abgelaufenen Jahr auch trotz der Konzentration auf wesentliche Termine und die Verschlankung des Veranstaltungskalenders geleistet wurde. 

Den Abschluss des rückblickenden Teils bildet der Bericht des Kassiers (Georg Drumbl) und der Kassaprüfer Richard Petutschnig und Josef Sitar. Ersterer gibt einen guten Überblick über die finanzielle Gebarung des Vereins, zweitere bestätigen die ordnungsgemäße Führung der Bücher und bitten um die Entlastung des Vorstandes, die umgehend und einstimmig erteilt wird.

Nach Abschluss des vergangenheitsorientieren Teils der Hauptversammlung geht es mit den Neuwahlen des Vereinsvorstandes um wesentliche Weichenstellungen für die Zukunft. Dementsprechend fiebern alle mit großer Spannung dem Ausgang dieser Wahlen entgegen. Die Ausgangslage war ja folgende:

Der amtierende Ortstellenleiter Roland Pranter kündigte bei der Jahreshauptversammlung 2003 an, dass er nur mehr diese Periode fertig macht und zu einer Wiederwahl nicht mehr zu Verfügung steht. Begründung: Den großen Zeitaufwand, der zum alleinigen Führen einer solchen Organisation nötig war (so wie er es wollte) - konnte bzw. wollte er nicht mehr aufbringen, da auch sein Beruf sehr zeitintensiv ist, das Familienleben ziemlich kurz kam und er fast keine Zeit mehr hatte für seine eigenen Hobbys.

Anfangs wollte es keiner der Mitglieder glauben - und so reagierte eigentlich keiner wirklich um eine neue Struktur aufzubauen. Mitte des Jahres 2004 - es war die Entscheidung des Ortsstellenleiters immer noch die gleiche- erkannte man den Ernst der Lage und man machte sich erstmalig Gedanken über die Zukunft der Ortsstelle sorgen.

Nach einer sehr konstruktiven Vorstandssitzung im Herbst wurden alle Aufgaben des Ortsstellenleiters zu Papier gebracht um zu schauen „Was macht er eigentlich so das ganze Jahr und warum ist seine Arbeit so zeitintensiv“.

Ausbildungsleiter Harry Kollmitzer und Kassier Georg Drumbl waren  die treibende Kraft und fingen dann an einen so genannten „Anforderungskatalog für Funktionsträger“ zu arbeiten. Die Aufgaben der Ortsstelle wurden neu aufgeteilt - ein neues Team mit einer gesunden Mischung zwischen alt und jung  zusammengestellt und ein Wahlvorschlag ausgearbeitet. Das ganze wurde dann kurz vor der Jahreshauptversammlung dem Ortsstellenleiter Roland Pranter präsentiert – mit der Frage ob er mit dieser neuen Struktur und Aufgabenteilung der Vereinsarbeit nochmals für eine Periode als Ortstellenleiter zu Verfügung steht. Diese neue Struktur war sicherlich  auch der Schlüssel zu einer möglichen Wiederwahl – und es war schwer „NEIN“ zu einer weiteren Kandidatur zu sagen.

Die geleistete Vorarbeit in der Zusammenstellung des Wahlvorschlages wurde vom versammelten Plenum mit großen Interesse und Begeisterung aufgenommen und erwartungsgemäß mit überwältigender Mehrheit angenommen – alle gewählten Funktionsträger nehmen ihre Aufgabe stolz und motiviert an. Das Führungsteam der Ortsstelle präsentiert sich für die kommenden 3 Jahre in folgender Struktur: 

ORTSSTELLENLEITER:

PRANTER Roland

ORTSSTELLENLEITERSTV:

KOLLMITZER Harry

KASSIER:

DRUMBL Georg

AUSBILDUNGSLEITER:
AUSBILDUNGSLEITERSTV.:

LAMPRECHT Charly, WURZER Simon

EINSATZLEITER:

JOST Leo, UNTERKREUTER Gotthard

REFERAT  ÖFFENTLICHKEIT:

Mag. EDER Bernd

SANITÄTSWART:

FLASCHBERGER Gernold

ARZT:

Dr. WIBMER Andreas

FUNKWART:

JOST Leo

GERÄTEWART:

WINKLER Herwig, GRESSEL Alexander

VEREINSHEIMVERWALTER:

PRUGGER Andreas

Der für „Allgemeines“ reservierte Teil der Agenda ist geprägt von Worten des Dankes an ausgeschiedene Funktionsträger (Georg Zankl und Heribert Patterer legen nach langjährigem Engagement ihr Mandat im Vereinsvorstand aus persönlichen Gründen nieder bleiben dem Verein zum Glück aber als aktive Mitglieder erhalten, die beiden Kassaprüfer Richard Petutschnig und Josef Sitar werden auf eigenen Wunsch durch nachrückende Kameraden ersetzt).
Den Abschluss des Abends bildet der gemütliche Teil, den alle für anregende und gesellige Gespräche nutzen. Auch abseits der offiziellen Agenda sind sich dabei alle einig, dass durch die zuvor getroffenen Entscheidungen die richtigen gesetzt wurden. Aus unserer erfolgreichen Vergangenheit heraus sind wir nun bestens gerüstet für zukünftige Herausforderungen!