BERGRETTUNG KÖTSCHACH-MAUTHEN

    Home news jubilaeumsfest alpine sicherheit kontakt partner archiv

 

Aktuelle Berichte über unsere Aktivitäten

 

Sommereinsatzübung im Doppelpack

Im Ausbildungskalender unserer Ortsstelle steht für den Sommer 2008 ein Einsatzübungsdoppelpack. Beide Übungen sind gut besucht und bieten einen realen und teilweise extremen Übungsrahmen.

Extreme Rettungsaktion im klassischen Einsatzgelände

Für die Felseinsatzübung am 6. Juli hat sich unser Einsatzleiter Leo Jost mit der Schwalbenwand westlich des Reißkofels extremes und gleichzeitig klassisches Einsatzgelände für die Bergrettung ausgesucht. Wir erreichen die Wand nach einer kurzen Anfahrt über Dellach – Leifling – Hochsiegel und einem kurzen, zügigem Zustieg, bei dem schon erste Diskussion zur besten Bergungsvariante für den laut Übungsannahme Schwerverletzten und seinen beim Rettungsversuch ebenfalls in Not geratenen Freund beginnen. 

Schnelle Bergung mittels Seilwinde und Mannschaftszug

Am Unfallort selbst finden wir brüchiges, steiles Gelände vor. Sofort startet ein Trupp mit dem Aufbau der Seilwinde zur Bergung des Schwerverletzten während sich die andere Gruppe mittels Mannschaftszug an die Bergung des Leichtverletzten macht. Die Bergungen erfordern wegen des extremen Geländes höchste Konzentration aller, verlaufen dabei aber immer noch schnell und zielgerichtet. Kurze Zeit nach dem Übungsstart sind beide Opfer geborgen, die Übung ist erfolgreich beendet. Im Rahmen der Nachbesprechung weißen Ortstellenleiter und Übungsleiter nochmals darauf hin, dass unsere Organisation speziell in diesem schwierigen Gelände häufiger zu Einsätzen gerufen wird – der erfolgreiche Übungsverlauf bestätigt unsere Fitness und Einsatztauglichkeit. 

Vom Fels ins Wasser des Silbergrabens

Im starken Kontrast zur Felsübung steht die Canyoning-Übung, die wir am 20. Juli im Silbergraben, der sich von der Gailberghöhe nach Oberdrauburg zieht, abhalten. Die Übung wird koordiniert vom Canyoning-Profi Reinhard Ranner. Außerdem freuen wir uns Gäste aus der Ortsstelle Oberes Drautal, Pedro Unterluggauer von Fit&Fun sowie den Bundesfachreferenten für Canyoning, Alfred Wieser, bei der Übung zu begrüßen.

Canyoning-Rettungsaktion als zeitaufwändige Materialschlacht

Nach einer kurzen Besprechung der Übungsannahme geht es mit 2 Gruppen ins Eingemachte. Während sich 11 Mann vom Schluchteingang dem Verletzten näheren, beginnt ein zweites Team den Weg für den Abtransport des Verletzten vom Schluchtausgang bis in sicheres Gelände vorzubereiten. Nach ca. 20 Minuten erreicht das Schlucht-Rettungsteam den Verletzten, der laut Übungsnahme eine Rückverletzung hat und bereits unterkühlt ist. Wir betten den Verletzten auf eine Trage und beginnen mit dem Abtransport. Dieser erfolgt zuerst mittels Seilbahnen durch die enge und verwinkelte Schlucht und anschließend über eine 55 Meter hohe Abseilstelle zum Schluchtausgang. Dort wird der Verletzte übernommen und in sicheres Gelände gebracht.

Zurück in der Sonne – das Ende einer erfolgreichen Schluchtbergung

In der Manöverkritik zu Übungsende zeigen sich alle beeindruckt von der aufwändigen und erfolgreichen Bergung. Es herrscht Einigkeit, dass eine solche Bergung im Echteinsatz zu den schwierigsten Aufgaben der Bergrettung zählt. Aus der Diskussion der Übungserfahrungen ergeben sich eine Reihe konkreter Änderungspunkte, die dem Canyoning-Referenten zur Bearbeitung übertragen werden.

Rückblickend lässt sich aus beiden Übungen, die komplett unterschiedliche Anforderungen an die Einsatzmannschaften gestellt haben, ein sehr positives Resümee ziehen. Die Fitness und Fertigkeit der Kameraden ist hoch, die Rettungstechnik-Übungseinheiten zu Beginn des Sommers machen sich bezahlt. Dass die Canyoning-Übung am Tag nach der Präsentation unserer Chronik „Lebensretter“, die gerüchteweise bis in die Morgenstunden gedauert hat, so erfolgreich verlaufen ist bestätigt außerdem – selbst Schlafmangel und ein flauer Magen können unsere Schlagkraft im Einsatzfall nicht beeinträchtigen.

Winterausflug 2007/2008 – ein Skitourenwochenende am Ende des Ahrntales in Südtirol

Unser heuriges Skitourenwochenende führte uns von 28-30. März nach Kasern, ans Ende des Ahrntales in Südtirol und damit soweit weg von unseren heimatlichen Skitourengefielden, dass wir uns für eine Anreise bereits am Vorabend entschieden. Als wir nach gut 2,5 Stunden Autofahrt in Kasern aus dem Auto stiegen, noch rasch etwas aßen und uns dann rasch ins Bett verzogen wussten wir noch nicht, dass sich die weite Anreise jedenfalls bezahlt machen würde.
Unser erster Skitourentag startet mit Schneefall – und das trotz durchwegs positiver Wettervorhersage. Wie wir bereits 3 Stunden später wissen, ist dies nicht die einzige falsche Vorhersehung des Tages. Unsere Aufstiegsspur führt uns nicht wie erwartet in Richtung  Rötspitze sondern auf die vorgelagerte Sattelspitze. Als wir dies erkennen, ist es bereits zu spät um die Richtung noch zu ändern. Wie sich herausstellt, ist der „Verhauer“ an diesem Tag aber ohnehin die bessere Variante – die Abfahrt im Pulverschnee durch den weiten Kessel und das kuppierte Gelände ist ein einziger Traum. Leo (Jost), der uns an diesem Tag geführt hat, spricht plötzlich nicht mehr von Irrtum sondern von bewusster Planung.
Kurz nach 11 Uhr sitzen wir bereits entspannt beim Bier und starten in einen gemütlichen Nachmittag, den manche bereits nutzen, um die Ausrüstung für den Aufstieg am nächsten Tag zu optimieren. Vor allem Günter (Schmid) und Richie (Fankhauser) liefert sich ein hartes Match um den leichtesten Rucksack. Insider werden wissen, wer gewonnen hat…
Nach dem Abendessen verdrücken sich alle rasch ins Bett, morgen wartet ein langer Aufstieg auf die Rötspitze.
Der zweite Tag beginnt mit einem schnellen Frühstück und noch bevor ich richtig wach bin, haben wir bereits die ersten 600 Höhenmeter absolviert. Roland (Pranter), unser Ortsstellenleiter, führt die Gruppe an, sein Schritt zügig und regelmäßig wie ein Uhrwerk. Nach etwas mehr als 3 Stunden haben wir die rd. 1700 Höhenmeter Aufstieg hinter uns und genießen das gewaltige Panorama. Ein „Gipfeltrupp“ versucht noch den Gipfelsieg, bricht aber kurz unterhalb des Gipfels im tiefen Schnee ab.
Wie auch schon am Tag zuvor, ist die Abfahrt vom feinsten – für Ende März ein sensationeller Pulverschneetraum in noch unberührten Hängen. Am Ende der Abfahrt steht auch an diesem Tag ein gemütliches Zusammensitzen und Diskutieren in der Hütte am Bergfuß, bevor wir am frühen Nachmittag wieder in Richtung Heimat aufbrechen.
Fazit aus diesem traumhaften Wochenende: auch ein „Verhauer“ kann sich als schöne Skitour herausstellen, das Gewicht des Rucksackes ist möglicherweise für den Aufstieg, nicht aber für eine genussvolle Abfahrt relevant und Kasern war jedenfalls eine Reise wert.

Wir sehen uns beim Valentin-Gletscherlauf!

Eisklettermeisterschaften der Kärntner Bergrettung in Lainach - ein Bericht von A. Gressel

Bei schönstem Wetter und herrlichsten Eisbedingungen beim knapp an die 30 Meter hohen Eiskletterturm in Lainach im Mölltal konnten auch heuer wieder die Eisklettermeisterschaften der Kärntner Bergrettung ausgetragen werden. Ungefähr zwanzig Starter, darunter auch zwei Damen, ließen es sich nicht nehmen, dabei um den Titel mitzukämpfen.
In der Vorrunde war es das Ziel jedes Teilnehmers, die drei markierten Routen sauber zu durchklettern und dafür eine möglichst geringe Gesamtzeit zu brauchen. Es konnten nämlich nur die besten Zehn das Finale erreichen. Die Routensetzer hatten dafür eine sehr selektive Linienführung gewählt, um dem zahlreich erschienenen Publikum, darunter auch der Landesleiter von der Kärntner Bergrettung Otmar Striednig, bei den einzelnen Kletterversuchen den Atem zu rauben. Ungefähr in der Hälfte der Tour war es den Finalteilnehmern besonders schwer gemacht worden, da ein ungefähr zwei Meter hoher Holzklotz zwingend überklettert werden musste.
Es kann seitens unserer Ortsstelle erfreulicherweise berichtet werden, dass beim Ranking das vordere Feld von unseren heimischen Kletterern großteils beherrscht wurde: 1. Platz und auch Titelverteidiger Herwig Winkler mit absoluter Bestzeit von unter zwei Minuten bis zum Top, dahinter von der Ortsstelle Mallnitz Christian Thaler und weiters auf den Rängen drei und vier unsere heimischen Bergretter Alexander Gressel und Alois Ortner.
Ein Dankeschön dem Veranstalter und den Routensetzern für die herrliche Austragung dieses Events!

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 2008 - Bericht von A. Gressel

Unter sehr reger Teilnahme der Obergailtaler Bergrettungsmänner wurde am 18. Jänner die Jahreshauptversammlung der Ortstelle Kötschach-Mauthen im Kötschacher Rathaus, welches das Vereinsheim und die Gerätekammer beherbergt, abgehalten. Besondere Ehre wurde dieser Veranstaltung durch die Anwesenheit des Kärntner Landesleiters des Österreichischen Bergrettungsdienstes Otmar Striednig erwiesen.
Nach der Begrüßung erfolgte der Bericht des Ortsstellenleiters Roland Pranter, welcher einen Jahresrückblick mit all seinen erschütternden wie auch erfreulichen Erlebnissen des Vereins darstellte. Es sind dies zur einen Seite die zahlreichen Einsätze basierend auf teils tragischen, aber Gott sei Dank zum Großteil weniger schweren alpinen Unfällen. Dem gegenüber stehen die von der Ortsstelle organisierten Veranstaltungen wie zum Beispiel der traditionelle Valentingletscherlauf und das heuer nach 25 Jahren wieder auferstandene Klammfest, welche von zahlreichen Teilnehmern aus der Bevölkerung sehr erfreut und mit positivem Echo wahrgenommen wurden. An dieser Stelle sei nochmals allen gedankt!
Es folgte weiters der Bericht der Ausbildungsleitung, welche nicht nur von den internen Weiterbildungen zu berichten wusste. Es wurden auch für die Bevölkerung Weiterbildungen seitens der Bergrettung veranstaltet, wie es in diesem Jahr zum Beispiel der Lawinenfachkurs im Alpenvereinszentrum in Mauthen war.
Im Anschluss an die Berichte wurden die Neuwahlen ausgetragen, bei denen es aus logistischen Gründen zu kleineren Umstrukturierungen im Vorstand gekommen ist. Unter der Wahlleitung von Landesleiter Striednig wurde der neue Vorstand einstimmig von der Jahreshauptversammlung bestätigt. (siehe Bild)
Nach kurzen Wortmeldungen und Grußworte des Landesleiters schritten die Bergretter dann zum Buffet. In diesem Zuge soll nochmals den Ehrenobmann Dir. Sepp Lederer, Herrn Bürgermeister Walter Hartlieb – den ja eine schwere Grippe zu schaffen machte weshalb er bei der Jahreshauptversammlung nicht teilnehmen konnte  - und den Landesleiter Otmar Striednig  für die großzügigen Buffet und Getränkespenden recht herzlich gedankt werden.