BERGRETTUNG KÖTSCHACH-MAUTHEN

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Ergebnisliste 2003
Bilder 2003

33. intern. Valentingletscherlauf 2003

Text und Photos: Hans Jost - www.gailtal-channel.at

Es geht keineswegs um Meter und Sekunden, wenn sich die Freunde der Berge auf Einladung der Bergrettung Kötschach-Mauthen – heuer bereits zum 33.Mal – zum Showdown im Bereich der Oberen Valentinalm auf etwa 1.600 m Seehöhe treffen. Es ist vielmehr der endgültige Abschied vom Winter, man erweist ihm quasi eine letzte Ehre, wenn man sich in Dreier-Teams vom Thörl in kühnen Bögen und ohne Hektik über den Valentingletscher im Schatten der Kellerwand talwärts schwingt.

Grenzübergreifende Freude bei Mojstrana1 und beim Mixed-Team Reisskofel1

Es ist eine liebgewordene Zeremonie, sich mit zahlreichen Gleichgesinnten vorerst zu Fuss, später mit angeschnallten Tourenschiern, mit jedem Schritt mehr und mehr Richtung Winter nach oben zu plagen. Und später, nachdem der Starter freie Fahrt signalisiert, erlebt und spürt man in beeindruckender Weise innerhalb etwa 20 Minuten den Übergang vom Winter in den Frühling. Mit jeder Fahrt-Minute verflüchtigt sich der rauhe Fahrtwind des Winters und ein Hauch von Frühling umschmeichelt Gesicht und Körper. Das gibt Hoffnung und macht positive Stimmung. Man erlebt eine Bestätigung, dass nun für dieses Mal der Winter endgültig vorbei ist.


Das kontrastreiche Schauspiel der Natur ist jährlich neu faszinierend


Pfarrer „Gerhard“ segnet das neue Einsatzfahrzeug der Bergrettung Kötschach-Mauthen, der sportlich ambitionierte Bürgermeister Walter Hartlieb freut sich immerwieder, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein, Roland Pranter, Chef der Bergrettung Kötschach-Mauthen, wickelt den Gletscherlauf souverän und routiniert ab, ausserdem dabei Gend.Bez.Kdt. Werner Mayer, Janes Brojan, Chef der Bergrettung Mojstrana und Max Franz, stellvertretender Leiter der Bergrettung Kärnten

Der Tag des Valentingletscherlaufes – meist der letzte Sonntag im April (oder wetterbedingt etwas später) – ist für viele Bergkameraden aus Nah und Fern ein Fixpunkt im Jahresablauf. Die Idee ist absolut grenzübergreifend, wie die rege Teilnahme zahlreicher Freunde aus Italien und Slowenien beweist. Die Freude über das gemeinsame Besiegen und Besiegeln des letzten Winters bereitet uns Menschen einfach Freude. Die Natur lebt wieder; Sträucher, Gräser und Blumen entlang des Almweges sowie das muntere Vogelgezwitscher am Morgen sind angenehme Begleiter, die man beim winterlichen Schilauf natürlich nicht kennt. Und das ist wunderschön. Mit Musik, Tanz, Polenta, Frigga und Wein entlang der Weg-Strecke und im Bereich der Unteren Valentin-Alm klingt dieser Tag nach der Abfahrt gemütlich aus – und mit ungeschriebener Selbstverständlichkeit wird man sich – so Gott will – im nächsten Jahr zum 34.Valentingletscherlauf wiedersehen. Frei nach dem Motto „servus, srecno, ciao...


Natur-Erlebnis pur, ohne Lifte, ohne Autobahn-Pisten...


Gespür und Hausverstand sind sehr gefragt, um ohne „Stern“ über den Gletscher zu kurven

Damit auch ein sportlicher Touch dabei ist, werden die Laufzeiten der einzelnen Teams gestoppt. Sieger ist, wer der rechnerischen mittleren Laufzeit, die sich aus den Zeiten aller Teilnehmer errechnet, am nächsten kommt. In der Bergrettungsklasse waren dies heuer die Teilnhemer der Bergrettung Mojstrana 1 (SLO) mit 21.09,1; in der Gästeklasse siegte das Team Reisskofel 1 mit 23.37,2. Die Freude und die Motivation, auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein, waren bei beiden Gruppen entsprechend gross. Insgesamt am Start 70 Teams, also 210 Bergfreunde...


Noch vorhandene Energien werden zu den Klängen des Wolayersee-Echos beim Rock’n Roll abgebaut – wie hier am Beispiel Inge Kristler und Walter Unterluggauer...