BERGRETTUNG KÖTSCHACH-MAUTHEN

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Der Kärntner Schluchtenführer

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CANYONING.........

Wer hätte gedacht, dass aus alpinen Landratten jemals hochspezialisierte Frösche werden müssten? Der Trendsport Canyoning ist eine neue Herausforderung für Bergretter. Die Begehung von Schluchten wird bei Urlaubern und Einheimischen immer beliebter. Früher betrieben das sogenannte „Canyoning" nur trainierte Spezialisten, heute wagen sich immer mehr Laien vor, und manche verunglücken beim Wandern, Klettern, Abseilen und Schwimmen in feuchten oder überfluteten Schluchten. Dieser neue Bergsport stammt ursprünglich aus den USA.

Nachdem die Begeisterung für Canyoning auf Europa übersprang, entdeckten Raftingunternehmen, Bergführer und Outdoor-Firmen den neuen Spaß als Quelle zusätzlicher Einkommen. Eine verstärkte Kommerzialisierung hält weiter an, mit allen verbundenen Vor- und Nachteilen.

Die Gefahren sind vielfältig, daher sollte die Ausübung und die notwendige Ausbildung auch für Laien nur über erfahrene und geprüfte Schluchtenführer oder Bergführer laufen.

Viele Schluchten sind so unzugänglich, dass sie nur mit Hilfe von Seilen begangen werden können. Manchmal wird es in engen Canyons auch blitzschnell lebensgefährlich. Nach Gewittern oder Wetterstürzen drohen Überflutungen, in denen Sportler ertrinken können.

Bergungen von Verletzten kann die Bergrettung nicht mehr mit klassischen Methoden durchführen. Wir schulen unsere Teams bei Spezialkursen und brauchen teure Neopren-Anzüge, die den Körper im kalten Wasser schützen. Außerdem sind eigene Arten von Seilen für das Canyoning nötig sowie neuartige schwimmende Tragen, auf denen Verletzte sicher transportiert werden können.

Im Raum Kötschach-Mauthen gibt es derzeit an die 15 Schluchten, welche sich ideal zum Canyoning eignen. Ein Großteil dieser Schluchten wurde bereits von der Bergrettung begangen, um im Falle eines Unglücks geeignete Rettungsmaßnahmen einleiten bzw. ausführen zu können.