BERGRETTUNG KÖTSCHACH-MAUTHEN

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Rückblick 2004

Dezember 2004:
WINTEREINSATZÜBUNG - Ein Bericht von Simon Wurzer

Dieses Jahr fand wieder am Anfang der Schitourensaison eine Winterübung unserer Ortsstelle statt. Diese Übung ist zentraler Bestandteil unseres Winterausbildungsprogramms. 

Am Vortag der Übung startet ein Team der Ortsstelle (Leo Jost, Charly Lamprecht, Herwig Winkler, Stefan Obernosterer, Simon Wurzer) Richtung Wodner Thörl um die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Durch die durchaus tolle Schneelage ist es möglich 6 Pieps Geräte und eine Decke (zum Sondieren) einzugraben. Am Übungstag selbst wird zusätzlich ein Kamerad für den Lawinensuchhund unter die Lawine gebracht.

Bereits im Rahmen der Vorbereitung haben wir mit widrigen Wetterverhältnissen zu kämpfen. Die Windgeschwindigkeiten betragen 100 km/h und mehr. Dies erschwert nicht nur die Vorbereitung sondern bringt uns zudem noch in eine prekäre Situation. Es hat ca. 5 cm geschneit und der Wind verfracht den Schnee. Völlig unerwartet löst Leo einen kleinen Hang aus, der aber locker 1 – 2 Menschen unter sich begraben hätte können. Zum Glück entwischt er der Lawine aber rechtzeitig und das Ganze geht noch einmal gut aus. Wir beenden die Vorbereitungsarbeiten und sind froh als wir wieder im Auto sitzen und talwärts fahren. 

Am nächsten Morgen um 8 Uhr beginnt der simulierte Ernstfall. Nachdem alle auf der Unteren Valentin Alm eingetroffen sind, wird alles koordiniert und die Kameraden werden eingeteilt. Eine Vorhut mit 5 Mann und einem Lawinenhund macht sich auf den Weg.

Die widrigen äußeren Verhältnisse tragen das ihre dazu bei, dass die Übung sehr realistisch wird. Durch den starken Wind sind unsere Spuren vom Vortag verweht - am Lawinenkegel ist nichts mehr sichtbar. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die VS-Suche und Bergung der Opfer. Die sechs Geräte werden zwar ausgegraben, aber es gab sicher schon schnellere Zeiten. Der einzige, der sich von den Verhältnissen nicht beeindrucken lässt, ist der Hund. Er meistert seine Aufgabe perfekt, findet den Verschütteten schnell und gräbt ihn aus. Nach dem erfolgreichen Abschluss des aktionsreichen Teils der Übung, sind alle froh die an diesem Tag sehr unwirtliche Gegend verlassen zu können – alle haben vom Bergrettungseinsatzwetter genug...  

Lehren dieser Übung:

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Gute Ausrüstung und regelmäßiges Training sind unverzichtbar um im Ernstfall und dann meist unter ungleich schwierigeren Verhältnissen (Kälte, Sturm, Stress,...) überhaupt die Chance zu haben, angemessen reagieren zu können.

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Mehrfachverschüttungen stellen bei der VS-Suche immer eine besondere Herausforderung dar – hier ist es unverzichtbar sein Gerät bestens zu kennen; technologisch sind vor allem auf diesem Gebiet noch Verbesserung zu erwarten - Stubai-Geräte arbeiten auf diesem Gebiet im Moment am effizientesten.

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Der Einsatzleiter muss immer beim Voraustrupp auf der Lawine tätig sein und muss den Überblick behalten. Er ist fürs Koordinieren zuständig, muss perfekt drauf sein, eine Autorität sein und hat einen wirklich harten Job.

 Einen Dank der ganzen Mannschaft für die rege Teilnahme und für die tollen Leistungen die erbracht wurden. 

Dezember 2004:
LIFTBERGEÜBUNG - Ein Bericht von Simon Wurzer

Wie jedes Jahr fand auch heuer am 12. Dezember 04 die Liftbergeübung am Vorhegg Sessellift statt.

Die Ereignisse zu Beginn dieses Winters in Sölden, wo dutzende Wintersportler aus einer betriebsunfähigen Kabinenseilbahn geborgen werden mussten, geben uns in der regelmäßigen Auseinandersetzung mit dieser Thematik Recht. Wie gewohnt, können wir auch zu diesem Übungstermin rege Teilnahme verzeichnen - dass auch unsere Kameraden der Alpingendamerie tatkräftig mitwirken freut uns besonders. Wie auf den Fotos zu erkennen ist, machen auch unsere Altkameraden in schwindelerregenden Höhen wie immer eine gute Figur.

Fast schon traditionell findet im Anschluss an die Übung unsere Weihnachtsfeier in der „Aquarena“ statt. Natürlich fehlt es nicht an Getränken und am guten Schnitzel und auch die Nachbesprechung der Übung kommt nicht zu kurz. Dabei sind sich alle einig, dass es derartige Übungen auch in Zukunft geben muss, um im Fall des (Liftun-)Falles jederzeit bestens gerüstet zu sein.

 Fazit: Tolle Übung mit lustigen Beisammensein und einem lehrreichen Ausgang.

Danke nochmals an:

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die Betriebsleitung der Bergbahnen für die tolle Unterstützung

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die Feuerwehr Kötschach-Mauthen fürs Ausleuchten

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unseren Mitgliedern für die rege Teilnahme.

 

11. Dezember 2004:
ERSTE HILFE FORTBILDUNG IM LKH LAAS - Ein Bericht von Roland Pranter

Am 11.12.2004 fand im LKH  Laas eine Erste Hilfe Fortbildung  speziell für unsere Ortsstelle statt. In dieser 6 stündigen Schulung wurde wir auf der medizinischen Ebene vom allerfeinsten „verwöhnt“. Unser Ortsstellenarzt OA Dr. Wibmer Andreas organisierte hochkarätige Referenten, die uns Bergretter die Medizin näher bringen sollten. Den Start machte der ärztliche Leiter des LKH  Laas  Prim. Dr. Hörmann Johannes, der uns das Thema „Herzinfarkt“ näher brachte, sodass es auch für „Normalverbraucher“ verständlich war. Danach versuchte Dr. Kovac Peter von der Gailtalklinik uns die Unfallchirurgie näher zu bringen. Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Kuchen (nochmals ein Dankeschön) ging es weiter mit OA Dr. Kleindienst Roman mit dem sehr interessanten Vortrag  –  Methoden der Bildgewinnung. OA Dr. Potocnik Christian machte uns mit dem Thema „Der Großunfall“ die Einsatzstrategie und Organisation des Roten Kreuzes bekannt. Den Abschluss dieses überaus interessanten Vormittages machte dann OA Dr. Wibmer Andreas zum Thema „Höhenkrankheit“.  

Diese Veranstaltung war sicherlich einzigartig und ich möchte mich auf diesem Wege nochmals recht herzlich bedanken:

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bei unseren Ortsstellenarzt OA Dr. Wibmer für die Organisation dieses lernreichen Vormittages

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bei Prim. Dr. Hörmann für die überaus freundliche Aufnahme in seinen Hause, die Benützung der Infrastruktur und für Kaffee und Kuchen

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bei allen Referenten, die versucht haben in ihrer Freizeit mit sehr interessanten Vorträgen die Bergrettung weiterzubilden

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bei der Mannschaft unserer Ortsstelle, die trotz herrlichsten Wetters, den Lehrsaal  einer Freiluftaktivität vorgezogen haben

30. November 2004:
80igster Geburtstag von Norbert Steindl

Am 30.11.2004 feierte unser Altkamerad STEINDL Norbert seinen 80.igsten Geburtstag. Die Ortstelle besuchte den Jubilar und überreichte ihn ein kleines Erinnerungsgeschenk. Nach einer guten Jause und ein wenig Bergrettungsnostalgie ließ man den Abend gesellig mit einen guten Schluck Rotwein ausklingen.

Oktober 2004:
ALPINE SPORTKLETTERTOUREN IN DEN KARNISCHEN - Ein Bericht von Harry Kollmitzer

Durch Unterstützung des ÖAV unter der Leitung von Herrn Sepp Lederer, konnten wir heuer mit der Sanierung alpiner Kletterrouten in den Karnischen beginnen. Im Sommer 2004 konnte ich mit Roland Pranter am Cellon den Ostpfeiler (Erstbegehung: Dabernig, Strobel, Tasotti) mit Bohrhaken versichern. Im Oktober 2004 folgte dann die zweite Sanierung auf der Forc. Monumenz, wo wir eine Route im 6. Schwierigkeitsgrad in der Südwand versicherten. Die Routen wurden als alpine Sportkletterrouten eingerichtet, wobei Standplätze sowie Zwischensicherungen gebohrt wurden. Bei einer Begehung der Routen sollte jedoch nicht auf einen Klemmkeilsatz und auf ein bis zwei Friends verzichtet werden! Im Frühjahr 2005 wird die Sanierung weiterer Routen im Bereich Plöckenpass fortgesetzt.

CELLON - OSTPFEILER

Cellon - Ostpfeiler

Erstbegeher: Dabernig, Strobel, Tasotti

Sanierung: 2003 Hubert Engl (Standplätze), 2004 Pranter Roland, Winkler Herwig, Eder Bernd, Kollmitzer Harry (Fertigstellung)

Schwierigkeitsgrad: 5c

Empfohlenes Material: 11 Express-Schlingen, 1 Satz Keile, 2 Friends mittlerer Grösse

Seillängen: 8

Zustieg über Normalweg bis Einstieg "Steinberger Weg"

Abstieg über Normalweg, ca. 1 Stunde bis zum Plöckenpass

CRETA MONUMENZ - SÜDWAND

Schwierikeitsgrad: 6a

Empfohlenes Material: 10 Express-Schlingen, 1 Satz Keile, 2 Friends mittlerer Grösse

Sanierung: Oktober 2004 - Lamprecht Charly, Wurzer Simon, Kollmitzer Harry

Seillängen: 7

Zustieg: Vom Plöckenpass über den Wanderweg 146 bzw. 149 bis zur Südwand

Abstieg: Vom Gipfel den markierten Weg 172 zurück zum Einstieg

 

Oktober 2004:
Impressionen von einem etwas anderen Herbsttag in den Karnischen Alpen - Bilder von Mag. Bernd Eder

Oktober 2004:
Ein Sommerabschluss, der keiner wurde - ein Bericht von Mag. Bernd Eder

Es sollte ein schöner und würdiger Abschluss unseres umfangreichen Sommerausbildungsprogramms werden, es sollte ein Ausflug aus der Kategorie „unvergesslich und spannend“ sein, es sollte eine Veranstaltung im Zeichen der Kameradschaft und des „Gemeinsam-etwas-unternehmen“ werden und – es sollte nicht sein. Unser Sommerausflug 2004 ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen – die äußerst tristen Wetterprognosen, die sich im nachhinein gesehen auch bewahrheitet haben, und der Mangel an entsprechenden Ersatzterminen haben eine Absage quasi erzwungen.
Schade! – Ob da die nachfolgenden Argumente etwas Trost spenden können?
Dieser Sommer wird auch ohne Abschlussveranstaltung kommen – Es ist wahrscheinlich niemandem entgangen, dass dieser Sommer nicht einer der schönsten war – zumindest aus wettertechnischer Sicht. Viele der Veranstaltungen unserer Ortsstelle waren von widrigen äußeren Verhältnissen geprägt – siehe Bericht zur Canyoning-Übung. Insofern ist eine würdigeVerabschiedung von etwas, das über weite Strecken nicht oder nur sehr schwach stattgefunden hat, ohnehin etwas müßig.

Abschlussveranstaltungen haben etwas so endgültiges an sich – All jene, die am Kletterwochenende die letzten Seillängen dieses Sommer spulen wollten, haben durch die Absage des Events sicher einen Anreiz, die Klettersaison noch etwas zu verlängern und diese Längen nicht entfallen zu lassen sondern einfach um ein, zwei Wochen zu verschieben. Die Change auf einen schönen und langen Herbst lebt ja noch.
Die Freude auf den Winterausflug wird umso größer – Dass Vorfreude die schönste aller Freuden ist, gilt natürlich auch für die Ausflüge unserer Ortstelle. Es ist anzunehmen, dass durch die Absage des Kletterwochenendes die Vorfreude auf den Winterausflug stark gestiegen ist. Wenn man sich die Bilder des letztjährigen Ausflugs ansieht – die auch schon eine kleine Einstimmung auf die bevorstehenden Wintermonate sind – ist dies sicher nicht ganz unbegründet.

17. Oktober 2004:
Fest der Freunde auf der Pramosio Alm - ein Bericht von Simon Wurzer

Das Kletterwochenende unserer Ortsstelle wurde wegen Schlechtwetters leider abgesagt.
Dadurch konnte aber ein neuer sehr wichtiger und schöner Termin für grenzübergreifende Beziehungen der Ortsstelle wahrgenommen werden. Wir waren wie auch die Jahre zuvor am Fest beim Lago di Pramosio. Das Wetter am Sonntag lies es zu das wir mit einer Abordnung von fünf Mitgliedern das Fest besuchen konnten. Wegen des Schneefalls der letzten Tage und der kälteren Temperaturen wurde das Fest vom See auf die untere Hütte verlegt. Doch wir ließen es uns nicht nehmen bis zum See aufzusteigen. Harry, Charly und Roli hatten die feste Absicht ein paar Längen zu klettern, doch der Wasserfall der die ganze Wand herunterlief wusste dass zu verhindern. Pogo und ich machten eine kleine Wanderung auf den Blaustein die an diesem Tag mit viel Sonne belohnt wurde. Beim Aufstieg war ein wenig zu spuren, da es oben 40-50 cm geschneit hatte. Nach dem Abstieg zum See trafen wir die Kletterer und stiegen zur Hütte ab, wo schon ein reges Treiben stattfand. Natürlich begegneten wir auch unseren Bergkameraden Celso wieder, der nach seinen dreitägigen Bergtouren wie immer für beste Stimmung sorgte. Auch unser Ehrenobmann Lederer Sepp und auch Putz Hubert fehlten in der lustigen Gesellschaft nicht. Durch die feierliche Übergabe des Schrankenschlüssels zum Pramosio See am Freitag zuvor durch unseren Ortsstellenleiter und dem Kassier Drumbl Georg, hatten wir beim Fest bei Speis und Trank natürlich sehr gute Karten. Nach der Schlussrede eines italienischen Kollegen in der mindestens zehnmal Silenzio vorkam fuhren wir nach einen gelungen Tag wieder in die Heimat.

09. Oktober 2004:
Orientierungs(lauf)marsch - ein Bericht von Simon Wurzer

Am Freitag den 8.10.04 brach Herwig Winkler, Katschnig Alexander (fachkundiger Mithelfer) und Simon Wurzer auf, um den Orientierungslauf zum Röthenkreuz auszustecken. Durch die tolle Vorbereitung des Kartenmaterials von unserem Kameraden Obereder Hannes, war es nicht schwer die Kontrollpunkte an den gegebenen Orten zu platzieren. Es waren insgesamt neun Kontrollpunkte anzulaufen. Bei jedem war ein Zettel angebracht, auf dem ein Wort stand. Die neun Wörter ergaben dann einen Satz. Zuerst fand eine Erklärung der Bussole und Karte durch unseren Ausbildungsleiter Harry Kollmitzer statt. Danach wurden die Teams mit dem Einsatzfahrzeug im Gelände verteilt, wo die Orientierung mit Höhenmesser und Bussole begann. Am Anfang schien es bei einigen noch nicht so zu laufen, doch nach dem zweiten oder dritten Checkpoint kam jeder in Schwung. Alle Teams bezwangen die Hürden und fanden alle Anlaufposten. Ein Lob auch an unsere älteren Kameraden, die sich mit viel Elan und Begeisterung ins Zeug legten und immer wieder sehr häufig bei unseren Aktivitäten anzutreffen sind. Schlussendlich war es eine gelungene Veranstaltung die mit einer Nachbesprechung im Gailtaler Hof endete, bei der unser Obmann den entstandenen Satz „Wir suchen einen neuen Obmann der Ortsstelle Kötschach-Mauthen“ nochmals besprach und erläuterte. Durch die immer größere Begeisterung unserer Mitglieder, wird der Orientierungslauf nächstes Jahr sicher in einem größeren Ausmaß fortgesetzt.

01. September 2004:
Bergrettungseinsatz - Klettersteig Kleiner Pal - ein Bericht von ORF online Österreich

ZEHN JAHRE ALT - Bub alleine auf Gipfelsturm - abgestürzt
Eine groß angelegte Suchaktion wurde am Mittwochabend am Plöckenpass nach einem zehn Jahre alten deutschen Urlauberkind durchgeführt. Der verletzte Vater schickte den Buben alleine zum Gipfel. ...........
Vater verletzt, Bub kletterte weiter. Der Bub war mit seinem Vater am Kleinen Pal beim Plöckenpass (Bezirk Hermagor) in unwegsames Gelände geraten. Nachdem sich der Vater am Knie verletzt hatte, stieg der Mann zum Wanderweg zurück, der Bub kletterte weiter Richtung Gipfel. Als er dort aber nicht wie vereinbart eingetroffen war, alarmierte der Vater die Bergrettung. Bergretter, Alpingendarmen und zwei Hubschrauber beteiligten sich an der Suche. Bergretter Roland Pranter aus Kötschach-Mauthen beschrieb die bangen Stunden der Suche: "Wir sind mit den Kollegen von der Bergrettung zu den letzten Verbindungspunkten, wo der Vater den Buben noch gesehen hat, aufgestiegen. Dort haben wir den Vorgang rekonstruiert und überlegt, was passiert sein hätte können. Was wäre passiert, wenn er abgestürzt wäre, was, wenn er weiter gegangen wäre. Sicher hat auch der Zufall eine Rolle gespielt, dass wir dann doch noch auf den Buben gestoßen sind."
Bub war über eine Rinne abgestürzt. Der Bub war gute zehn Meter über eine Rinne und über schroffes Gelände abgestürzt und hat dabei eine Schädelfraktur und einen Armbruch erlitten. Zuerst war er nicht ansprechbar gewesen, dann gelang es aber einen Bergretter, ihn wachzurütteln. Die Bergretter hatten daraufhin sofort den Rettungshubschrauber alarmiert. Das Kind wurde vor Ort verarztet und anschließend ins LKH nach Klagenfurt geflogen, wo er die Nacht auf der Intensivstation des Eltern-Kind-Zentrums verbrachte. tirol.ORF.at

21. und 22.  August 2004:
Ausbildungswochenende Sommer 2004 - ein Bericht von Mag. Bernd Eder

Wer in diesem Sommer, besonders an Wochenenden, auf schönes Wetter gewartet hat, um in die Berge zu gehen, der wird wahrscheinlich oft zuhause geblieben sein. Flexibilität und Kreativität in der Tourenplanung waren gefragt – auch bei vielen Veranstaltungen unserer Ortsstelle. Ein gutes Beispiel dafür – das Ausbildungswochenende am 21. und 22. August.
Das ursprünglich geplante Vorhaben, 2 Gletscher-Übungstage auf der Oberwalder-Hütte, konnte wegen widriger Wetterverhältnisse nicht realisiert werden. So entschieden wir kurzerhand aus dem ersten Gletschertag einen Klettertag im Klettergarten von Cavazzo zu machen und unser (Gletscher-)Glück am zweiten Tag nochmals zu versuchen.
Klettern in Cavazzo ist immer wieder ein tolles Erlebnis – besonders wenn es wie an diesem Tag auch in strömen regnet. Die teilweise weit überhängende Felswand bietet selbst bei heftigem Niederschlag soviel Schutz, dass man ohne nass zu werden am trockenen Fels klettern kann. Der Überhang garantiert aber auch lässige Matches mit der Schwerkraft – Schultern und Oberarme werden bei den henkeligen und teilweise stark überhängenden Routen besonders beansprucht. Meistens dauert es nicht lange bis zum ersten „Puhhh, do blost`s da de Ärml auf!“. Hin- und Rückreise gestalten sich im Bergrettungsbus sehr angenehm. Die geführten Diskussionen ähneln in ihrem Stil stark dem Klettervergnügen – steil, direkt und ohne lange Umschweife…

Da sich zum Beginn des zweiten Ausbildungstages eine merkliche Wetterbesserung eingestellt hat, können  wir den griffigen Fels gegen rutschiges Gletschereis tauschen. Ein voll besetzter Bergrettungsbus setzt sich Glockner Hochalpenstraße in Bewegung. Mit an Bord, das nahezu gleich zusammengesetzte Team wie am Vortag - und ein absolut identischer Diskussionsstil. Auf der Franz-Josefs-Höhe angekommen, packen wir unsere Ausrüstung und beginnen mit dem Marsch zur Oberwalder-Hütte. Dabei werden wir von eisigen Temperaturen und Verwehungen des am Vortag gefallenen Neuschnees begleitet. Der Marsch über den Gletscher hin zu unserer Übungsspalte ist zwar zu keinem Zeitpunkt kritisch, es wird jedoch allen Bewusst, welche alpine Gefahren die Begehung von Gletschern mit sich bringt. An der Gletscherspalte werden Kameraden- und Selbstbergung intensiv geübt. Dabei macht die mittlerweile starke Sonnerstrahlung allen zu schaffen und sorgt für typische Gletscherbräune und/oder –röte bei allen Kameraden. Nach Abschluss der Übung geht’s zur obligatorischen Nachbesprechung und zum Mittagessen auf die Oberwalder-Hütte. Der anschließende Abstieg und die Rückreise ins Gailtal verlaufen problemlos und ohne besondere Vorkommnisse.
Resümee aus diesem Ausbildungswoche: Trotz teilweise widriger Wetterverhältnisse, nicht zuletzt wegen flexibler und kreativer Planung durch Ausbildungsleiter und Koordinator dieses Wochenendes, Harry Kollmitzer, eine gelungene Veranstaltung die wieder viel Raum ließ Rettungstechnik zu trainieren und auftretende Fragen zu diskutieren.

20. August 2004:
Ein ganz besonderer Bergrettungseinsatz am Oberst-Gressl-Gedächtnis-Klettersteig auf den Kleinen Pal - ein Bericht von Ing. Paolo Marangon - Italien

Originalbericht

Thank you by  Fabrizio, Laura, Marco, Paolo

August 2004:
Sicherheitstag in Reisach im Gailtal - zusammengefasst von Heribert Patterer

11. Juli 2004:
Canyoningeinsatzübung - Grünseeschlucht - zusammengefasst von Roland Pranter

Am Sonntag den 11. Juli berief Einsatzleiter JOST Leo die diesjährige Einsatzübung ein. Als Übungsgebiet entschied sich der Einsatzleiter für den letzten Wasserfall der Grünseeschlucht – den Stausee am Hydrosolar und den Valentinbach am Ausgang der Staumauer. Die Übungsannahme war folgend: Eine Gruppe von 4 Männer durchquerten die Grünseeschlucht. Kurz vor den letzen Wasserfall verletzte sich ein Mitglied der Mannschaft schwer am Oberschenkel – sodass ein selbständiges Weiterkommen nicht möglich war. Um 08.30 Uhr gab der Einsatzleiter dann den Einsatzbefehl, und bei strömenden Regen machten sich 19 Mann der Ortstelle auf den Weg, um die gestellten Aufgaben zu bewältigen. Von der Plöckenstraße aus musste ein Teil der Mannschaft die Rettungsgeräte in die Schlucht bringen. Nach einer 80 m Abseilaktion wurde dann die Situation beurteilt, die Einsatzstrategie besprochen und die Einsatzbefehle erteilt. Der Verletzte wurde Erstversorgt und in die  UT 2000 Trage verpackt und transportfähig gemacht. In der Zwischenzeit wurde am Fuße des Wasserfalles eine Seilbahn vorbereitet um den Verletzten in Richtung Stausee zu transportieren. Nach einer sehr schwierigen Bergung durch den Wasserfall und einer Abfahrt Richtung Stausee wurde dann an der UT 2000 Trage die Schwimmkörper montiert und die Retter schwammen mit den Verletzten zur Staumauer, wo schon die zweite Mannschaft wartete um den Verletzten zum Weitertransport zu übernehmen. Mittels Flaschenzug wurde dann der Verletzte über die Staumauer gehoben und dort warteten schon die Retter mit einer vorbereiteten Seilbahn – die wiederum den Verletzten entlang des Valentinbaches an einen sicheren Zwischenlagerplatz brachte. Von dort wurde dann der Verletzte von der Bodenmannschaft übernommen und der medizinischen Obhut übergeben.
Resümee der Übung:
Diese Übung forderte von allen Teilnehmern die maximale Einsatzbereitschaft und Konzentration ab, der Ausbildungsstand der Einsatzmannschaft ist sehr hoch und die Ortsstelle Kötschach - Mauthen ist bereit, schwierige Bergungen durchzuführen um in Bergnot geratenen Menschen zu helfen.
Bedanken möchte sich die Einsatzleitung nochmals bei den Grundbesitzern Ing. Carl Gressel und Ing. Wilfried Klauss – Lanzer für die Zurverfügungstellung ihrer Grundstücke und Infrastruktur.

04. April 2004:
Schitour auf den Rauchkofel - ein Bericht von Hannes Obereder - Jugi

Frau Holle hat ihre Arbeit im oberen Gailtal heuer gut gemacht, um nicht zu sagen zu gut. Nach den Schneefällen letztes Wochenende sind wir bei leider nicht zu schönen Wetter Richtung Rauchkofel aufgebrochen. Zu dieser Jahreszeit führt der Weg durch das Hochtal zu einem großen Teil über den Lawinenschnee der benachbarten Steilhänge des Rauchkofel und der Kellerwand. Heuer jedoch sind erst wenige Lawinen abgegangen.
An einem Feiertag habe ich mit wenigen Skitourengehern gerechnet, aber schon bei der unteren Valentinalm wurde ich eines Besseren belehrt. Die Parkplätze waren schon zur Hälfte gefüllt. Auf dem Weg Richtung Valentinstörl begegnen und dann die erhofften ersten Sonnenstrahlen. Fernsicht gab es leider keine, doch ein Gipfel geteilt mit einigen Freunden entschädigt mich dafür.
Nach einer kurzen Rast wurden wir mit einer herrlichen Abfahrt belohnt. Der Gipfelhang stand in der Sonne und war dadurch leicht aufgefirnt. Auch im schattigen Hochtal herrsten sehr gute Schneebedingungen.
Nach einem kurzen Abschiedsgetränk auf der Valentinsalm machten wir uns auf den Heimweg, denn einige hatten an diesem Palmsonntag noch ihren „Pflichten“ als Familienväter nachzugehen.
 

28. März 2004:
Fleonslauf 2004

Am 28.03.2004 fand, nach 2 jähriger Unterbrechung, der Fleonslauf statt. Er stand ganz im Zeichen des langjährigen Organisator und Freundes unserer Ortsstelle, Duiligo SAMASSA. Organisiert wurde diesmal der Fleonslauf  auf Initiative seiner Frau Anna SAMASSA. Zahlreiche Freunde und Bergsteiger aus Österreich, Slowenien und Italien trafen sich zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung am Öffnerjoch. Der zuvor gefallene Neuschnee ermöglichte allen Teilnehmern eine herrliche Pulverschneeabfahrt mit sehr viel Sonnenschein. Den Gesamtsieg aller Klassen holte sich diesmal ein Team der Bergrettung Kötschach-Mauthen. Auch in der Bergrettungsklasse verzeichnete die Ortsstelle  Top - Platzierungen. Ganz gut in Form scheint dieses Jahr unser Kamerad Zumtobel Adolf zu sein. Bei allen seinen Starts war mit seinen Team immer unter den Top 4. Wir sind schon ganz gespannt, welche Plazierungen er bei den noch zwei ausstehenden Rennen erreichen kann. (Valentingletscherlauf am 18.04 und Kofler-Memorial am 02.05 in Slowenien)

20. März 2004:
Mallnitzer Tourenlauf 2004

TEILNEHMER:
Tillian Konrad
Fortunat Franz
Prugger Andi

Wurzer Simon
Winkler Herwig
Zumtobel Adolf

Lamprecht Bernd
Pranter Roland
Ertl Willi (Gast der OS Kötschach)

Schmid Günther (Eliteklasse)

Um 06.30 Uhr fuhr eine kleine Gruppe der Bergrettung Kötschach-Mauthen in Richtung Mallnitz um am Tourenlauf teilzunehmen. Natürlich kann eine solche Ausfahrt nicht ohne Probleme ablaufen, denn in der Ortschaft Winklern im Mölltal kam die ganz nüchterne Meldung unseres Kameraden Prugger Andi: „I glab i hon meine Schol´n von meine Tournschua daham in Kella gloss’n“.
Also begann dieser Gemeinschaftstag eigentlich ganz normal. Ein paar Telefonate vom Auto aus und eine Kaffeepause in Mallnitz, schon hatte Andi ein paar Tourenschischuhe organisiert und der Tour stand eigentlich nichts mehr im Wege.

Der Aufstieg auf die Hagener Hütte verlief dann ohne größere Zwischenfälle. Teilweise lies sich auch die Sonne blicken – so wurde es doch noch ein schöner Tourentag mit einer herrlichen Abfahrt. Das Mittagessen und die Siegerehrung war dann im Tauernsaal, wo auch eine Blaskapelle aufspielte. Auch konnten wir einen Erfolg verzeichnen – die Mannschaft (Wurzer, Winkler, Zumtobel) erreichte in der Bergrettungsklasse den ausgezeichneten 3. Platz. Wir gratulieren.

19. März 2004:
Bergrettungs-Schitour auf den Mauthner Polinik - Bilder von Ortsstellenleiter Roland Pranter

13. und 14. März 2004:
Bergrettungsausflug ins abgelegene Sadnighaus - ein Bericht von Mag. Bernd Eder

Am 13. März starten ein vollbesetzter ÖBRD-Bus und zwei Begleitfahrzeuge, insgesamt 12 Mann hoch, in das auch in dieser Wintersaison stattfindende Skitourenwochenende unserer Ortsstelle. Ziel ist das Sadnighaus, ein schön gelegener Stützpunkt für Touren  in die … Berge (www.sadnighaus.at). 
Ehe ich mich versehen kann – die frühe Abreise und der köstliche, warme Apfelstrudel und Kaffee lassen für kurze Zeit die Sehnsucht nochmals unter der Bettdecke zu verschwinden hochkommen – befinden wir uns auf dem Anstieg zum 2.851 m hohen Stellkopf. Die hohen Temperaturen und die aggressive Sonneneinstrahlung machen aus dieser Tour die für viele erste echte Frühjahresskitour – dieser Umstand ist für manche genussfördernd für manche das Gegenteil („di Maschin laft nit richtig, wenn’s so haß is…“).
Dass wir uns am Gipfel relativ kurz aufhalten, liegt am schneidigen Wind, der dort oben zu spüren ist - dass wir uns bei der Abfahrt in zwei Gruppen teilen an unverrückbaren Grundsätzen („a zweits mol auffellen gibt’s bei mir grundsätzlich nit…“). So entschließt sich eine Gruppe zur direkten Abfahrt zurück zum Sadnighaus, während eine zweite Gruppe vom Butzenthörl in Richtung Westen abfährt um anschließend auf den Hilmersberg aufzusteigen und von dort aus zur Hütte abzufahren.
Welche der beiden Gruppen wohl die bessere Entscheidung getroffen hat, ist während des Nachmittagskaffees, der fließend ins Abendessen übergeht, welches wiederum nahtlos zu einem lustigen Hüttenabend wird, kein Thema. Ein Thema über das hingegen lange diskutiert wird, ist das Tourenziels für den nächsten Tag. Im Rahmen dieser Diskussion setzen sich schließlich, nicht zuletzt wegen der offensichtlich doch größer als erwarteten Lawinengefahr, jene durch, die für eine Unternehmung im Süd bis Südwest ausgerichteten Sektor – jene Richtung also, in die wir uns auch schon an diesem Tag bewegt haben - plädieren. Als wir uns gegen Mitternacht in Richtung unserer Zimmer verabschieden, ist noch keine definitive Entscheidung für ein Tourenziel gefallen, wohl aber wurden einige Getränke konsumiert, viele anregende Gespräche geführt und sogar die Strophen einiger „olta Hodan“ angestimmt.
Der nächste Tag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück und der Entscheidung in Richtung Hilmersberg (2670 m) loszustarten. Dieser Berg ist an diesem Tag auch die Herausforderung für die Teilnehmer des „….“. Da wir aber zeitig aufbrechen und der Start des Tourenlaufes erst für den späten Vormittag angesetzt ist, schaffen wir es noch vor den ersten Wettkämpfern auf den Gipfel. Dort warten wir entspannt auf das Eintreffen der ersten Athleten und beobachten interessiert mit welcher Geschwindigkeit sich diese dem Wendepunkt am Gipfel nähern, um nach wenigen Sekunden des Aufenthaltes in mehr oder weniger gerader Linie wieder zurück ins Tal, zum Ziel beim Sadnighaus, zu stechen.

Da die bescheidenen Schneeverhältnisse eine mit einem weiteren Aufstieg verbundene Abfahrt nicht rechtfertigen, entschließen wir uns für den direkten Weg zurück zum Sadnighaus. Dort lassen wir diesen kurzen und stressfreien Skitourentag und damit auch das heurige Skitourenwochenende bei wohlschmeckenden Speisen und Getränken ausklingen.
Ohne Frage ist uns mit diesem Skitourenwochenende wieder eine sehr schöne Unternehmung gelungen. Besonders hervorzuheben ist auch, dass die „alte Garde“ unserer Ortsstelle an beiden Tagen ohne Probleme mithalten konnte und keinen Grund hatte, sich zu verstecken. Und das die „jungen Hupfa“ in unseren Reihe in punkto Hüttenzauber von den Alten noch einiges lernen können, ist ohnehin ein offenes Geheimnis...